FF Bornim       Geschichte

 

Gerätehaus der FF Bornim vom Feld aus gesehen"

Geschichte der FF Bornim Teil 1

Die Gründung 1897


Es war der 27. November des Jahres 1897 als die Bürger des kleinen Ortes Bornim
eine freiwillige Feuerwehr gründeten. 39 Mitglieder sollten von nun an als Feuerwehr
organisiert das Dorf vor dem Feuerteufel schützen.


Mannschaft und Ausrüstung zur Gründungszeit


In dem Spritzenhaus, einem Gebäude in der Mitschurinstraße 1, damals Koloniestraße,
das der Gemeinde gehörte und das auch auf dem Grund und Boden der Gemeinde stand
waren 3 Toreinfahrten. Dahinter war die Löschtechnik, bestehend aus einer Handdruckspritze
und einem Leiterwagen untergebracht. Die Tore, die zur Straße führten gehörten zur
Feuerwehr, die die zum Hof führenden Tore gehörten zur Schule. Natürlich war im
Spritzenhaus auch eine Arrestzelle für den Gendarmen vorhanden.


Gerätehaus der freiwilligen feuerwehr Bornim um 1900

Gerätehaus der freiwilligen Feuerwehr Bornim zur Zeit der Gründung um 1900

Im Alarmfall war ein Vorspanndienst organisiert. Verschiedene Bauern wurden dazu
verpflichtet bei Ausbruch eines Feuers oder einem anderen Gefahrenfall ihre Pferde
als Vorspanndienst zur Verfügung zu stallen. Das geschah abwechselnd, jeder der Bauern
hatte eine Woche Dienst.

Die Mitgliederzahl der Freiwilligen Feuerwehr schwankte. 1923 zählte man 35 aktive Kameraden.
1934 waren es 37, wobei man sagen muss, dass bei einer Alarmierung nur etwa ein Drittel
der Kameraden tatsächlich zur Brandbekämpfung erschienen. Das lag nicht daran, dass sie nicht wollten
sondern die weiten Wegstrecken, die Verhinderung durch eine Arbeit an einem anderen Ort verhinderten
genauso wie das Alarmierungssystem das Erscheinen. Zu dieser Zeit gab es ja noch keine Sirenen und
keine "Pieper". Die Alarmierung erfolgte über die Kirchenglocken oder durch Alarmierung von Mann zu Mann.
Und dann rückte man zu Fuß oder mit dem Fahrrad an. Das dauerte natürlich seine Zeit.


Spritzenhaus der FF Bornim 1923 mit bespannten Einsatzwagen

Spritzenhaus der FF Bornim 1923 mit bespannten Einsatzwagen v.l.n.r
Leiterwagen, Handdruckpumpe, Gerätewagen


Dann wurden die mit Pferden bespannten Einsatzwagen ersetzt. Die Kraftfahrzeuge
hatten Einzug gehalten. Die FF Bornim wurde mit einem "modernen" Tragkraftspritzen Anhänger
der Firma Hermann Koebe in Luckenwalde (später VEB Feuerlöschgeräte Luckenwalde und jetzt Rosenbauer)
ausgestattet. Als Zugfahrzeug diente eine 8-Zylinder Horch-Limousine Baujahr 1928, die genauso
wie damals die Pferde bei der Alarmierung hinzu gerufen wurde. Die in Bornim ansässigen Fuhrunternehmen
wurden für diesen Vorspanndienst verpflichtet.

Die Arbeitslosigkeit ging auch an Bornim nicht vorbei. Ein positiver Aspekt war allerdings, dass nun eine
ständige Besetzung durch diese Arbeitslosen organisiert werden konnte.

In dieser Zeit kamen die ersten Frauen in die Löschgruppe.



Die Preußische Feuerwehrzeitung berichtet



38. Jahrg.; Nr.1; 1. Januar 1928; Seite 15   Kreisverband Osthavelland

Bornim:  Ein großes Schadenfeuer wütete
abends in der Nähe der früheren Gardeschießstände, im
Militärrestaurant Katharinenhof in Bornim bei Potsdam. Dort brach
gegen 6 Uhr auf dem Boden des Restaurants ein Feuer aus, das den
ganzen Dachstuhl und zwei Wohnungen einäscherte. Zwei weitere
Wohnungen erlitten durch die Löscharbeiten starken Wasserschaden.
Potsdamer, Bornstedter und Bornimer Wehren waren zu Hilfe geeilt.
Nach 1½ stündiger Löscharbeit gelang es, das Feuer auf seinen Herd
zu beschränken. Die Brandursache konnte noch nicht festgestellt werden.


38. Jahrg.; Nr.19; 1.Oktober 1928; Seite 500   Kreisverband Osthavelland

Marquard: Hier brach nachts gegen 4 Uhr auf dem
Gehöft des Gemeindevorstehers und Landwirts Koski ein Brand aus,
der sehr bedeutenden Schaden verursachte. Das Feuer, das in einer
mit Getreide gefüllten Scheune ausgekommen war, dehnte sich mit
rasender Schnelligkeit aus und griff sehr bald auf zwei Stallungen
und das Wohnhaus über, die bei Eintreffen der Freiwilligen Wehren
von Bornstedt, Bornim und Fahrland, einigen Gutswehren und der
Potsdamer Berufsfeuerwehr schon in hellen Flammen standen.
Ungünstige Wasserverhältnisse erschwerten die Löscharbeiten.
Kreisbrand-inspektor Frenzel suchte vor allem eine stark gefährdete
angrenzende Gastwirtschaft mit Wohngebäude zu schützen. Das gelang
auch. Dagegen brannte die Scheune mit Inhalt und ein Stallgebäude
völlig, der zweite Stall zum Teil nieder, auch der Dachstuhl des
Wohnhauses wurde vernichtet. Das Vieh konnte leider nur zum Teil
gerettet werden, mehrere Schweine kamen in den Flammen um.

(Anmerkung von mir: der Kreisbrandinspektor Frenzel stammte aus Bornim)


Geschichte der FFw Bornim Teil 2


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