Feuerwehr Potsdam       Tauchergruppe 1963-1972

 

schwarz / weiß Foto eines Tauchergerätewagens BAW

Tauchergerätewagen BAW 1966



Tauchergruppe der Feuerwehr Potsdam 1963 - 1967



Tauchereinsätze : 34
Trainingstauchen : Keine

In den Monaten Juli und August 1963 wurden von der Tauchergruppe
bereits 5 Einsätze zur Suche von Personen und 2 Einsätze zu Such-
und Bergungsarbeiten durchgeführt.

Am 16.08.1963 erhielten 5 Kameraden der Tauchergruppe Prämien für
einen 2-tägigen Tauchereinsatz am Gaswerk Potsdam. Hier war die
Kaimauer eingestürzt.

Am 24. August 1965 versinkt ein NVA-Schwimmpanzer im brandenburgischen
Riewendsee und reißt 35 Kinder eines Ferienlagers in den Tod.
Durch den Stab der Bezirksbehörde der Volkspolizei Potsdam wird der
Einsatz der Tauchergruppe am Riewendsee im Kreis Brandenburg befohlen.
Für hervorragende Leistungen erhielten 7 Taucher Prämien
in Höhe von je 200,- MDN bzw. je 50,- MDN (MDN = Mark der Deutschen
Notenbank).


Tauchergruppe der Feuerwehr Potsdam 1968 - 1972



Tauchereinsätze : 100
Trainingstauchen : 27


In den Jahren 197O und 1971 wurden 5 Taucher ausgebildet,
die Stärke der Tauchergruppe blieb damit mit durchschnittlich
12 Tauchern in diesen 5 Jahren konstant.

Besondere ausgewählte Einsätze in dem Zeitraum waren:

Tauchertrainingslager vom 16.06. bis 27.06.1969 in Binenwalde
Kreis Neuruppin am Kalksee.

Aus den Einsatzbericht: "Durch den Bürgermeister des Ortes wurde an die
Tauchergruppe die Bitte herangetragen, ein im Krieg abgeschossenes
Flugzeug in Kalksee zu suchen und zu bergen. Eine Einwohnerin des Ortes
hatte an 20.04.45 den Absturz der Maschine beobachtet und den verletztet
Piloten geborgen. Um 10:30 Uhr wurden die Trümmer des Flugzeuges in einer
Tiefe von 10 Metern durch die Kameraden Hennig und Hensel gefunden. Das
Flugzeug lag auf dem Rücken tief in Schlamm, so dass nur das Spornrad
herausragte. An 26.6.69 um 14.30 Uhr wurde mit der Bergung des Wracks
begonnen, die mittels Spill des BAW erfolgte. Es handelte sich um einen
Jäger Typ Me.1O9. Das geborgene Flugzeug wurde dem Bürgermeister übergeben."

Vom 22.06. bis 26.0 6.1970 erfolgte der Einsatz der Taucher im Giesenschlagsee
Nr.2 bei Luhme im Kreis Neuruppin zur Suche nach einer Verunglückten
Sporttaucherin. Der Einsatz war auf Grund meterdicken Schlammes kompliziert
und mit Tauchern erfolglos. Mit Hilfe eines vor Ort entwickelten Suchgerätes
und dessen Selbstbau beim Schmied in Flecken-ZechIin konnte die Sporttaucherin
geborgen werden. Dieses Suchgerät wurde unter dem Namen "Christine", der Vorname
der geborgenen Taucherin, auch zu vielen anderen Einsätzen erfolgreich
eingesetzt.

Vom 29.08. bis 01.09.1972 kam die Tauchergruppe im Notte-Kanal und im
Kohlehafen Königs-Wusterhausen in Zusammenhang mit dem tragischen
Flugzeugunglück zum Einsatz. Die Tauchergruppe mit den Kameraden
Lehmann, Binnewies, Kurth, Hennig, Schulz, Szafraniak, Müller und
Schneidewig wurden vom Minister für Verkehrswesen mit einem Dankschreiben
und einer Kollektivprämie ausgezeichnet.


Informationen zu den Einzelnen Zeitabschnitten der Tätigkeit der Tauchergruppe

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