Löschgruppenfahrzeuge oder Löschfahrzeuge (LF)
werden hauptsächlich zur Brandbekämpfung, zur Förderung von
Löschwasser sowie zur Durchführung einfacher technischer Hilfeleistungen eingesetzt. Aufgrund
der unterschiedlichen Ausstattung werden verschiedene Typen unterschieden. Die
Unterschiede drücken sich in der Bezeichnung aus. So versteht man unter einem LF 20/16
ein Fahrzeug, dass über eine fest eingebaute Feuerwehrpumpe verfügt, die bei einem Nennförderdruck von 10 bar eine
Förderleistung von 2000 Litern pro Minute hat und dessen Löschwassertank mindestens 1600 Liter
fasst. Entsprechend verhalten sich Förderleistung und Tankinhalt bei einem LF 10/6
(1000 Liter pro Minute und 600 Liter Löschwasser). In Potsdam und Umgebung wurden
die verschiedensten Löschgruppenfahrzeuge eingesetzt. In der Detailbeschreibung sind alle
Fahrzeuge in Wort und Bild erklärt.
Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeuge HLF verfügen darüber hinaus über eine Standard-Zusatzbeladung für Technische Hilfeleistungen.
siehe dort
Das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 dient in erster Linie der Brandbekämpfung, zur Förderung von Löschwasser und zur Durchführung einfacher technischer Hilfeleistung. Es bildet mit seiner Besatzung eine selbstständige taktische Einheit. Fahrzeuge des Typs sind in der FF Bornim, Drewitz (IVECO ML 100E) und Bornstedt (IVECO FF135E) stationiert.
Die vom Fahrzeugmotor angetriebene Feuerlösch-Kreiselpumpe FP 16/8 im Heck des Fahrzeuges hat eine Förderleistung von 1600 Litern in der Minute. Schnellangriffseinrichtung, festeingebauter Wassertank (laut DIN 1200 Liter +/- 4%) und
feuerwehrtechnische Beladung zur Hilfeleistung. Die Besatzungsstärke beträgt 1+8. Der Aufbau kommt von Schlingmann, Dissen a.T.W..
Das Löschfahrzeug der Potsdamer Berufsfeuerwehr ist ein ungenormtes LF 16/12.
Das LF 24 ist ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug.
Es ist ein Löschfahrzeug, das durch Komponenten eines Rüstwagens,
wie Generator und Seilwinde ergänzt und mit Hebe- und Ziehwerkzeugen ausgestattet wurde.
Die Norm DIN 14530 Teil 10 vom Januar 1987 legte die Ausstattung fest:
fest eingebaute Feuerlösch-Kreiselpumpe FP 24/8,
Löschwassertank mit mindestens 1.600 Litern Inhalt,
200 Liter Schaummittelbehälter,
Zugeinrichtung mit maschinellem Antrieb,
Generator mit einer Leistung von 15 bis 30 kVA
Mit der Typenbereinigung für Löschfahrzeuge fiel die Norm für das LF24 1991 weg.
Die Potadamer Fahrzeuge sind mit einer Feuerlöschkreiselpumpe FP 24/8 und einer Hochdruckpumpe,
einem Löschwassertank von 3000 Litern und einem Schaummittelbehälter von
200 Litern sowie zwei Schnellangriffseinrichtungen ausgerüstet.
Eine Zugeinrichtung, Generator, Lichtmast, ein Hydrauliksatz mit
Hydraulikpumpenaggregat zum Betreiben von Schneidgerät,
Spreizer und Rettungszylinder ergänzt die Ausrüstung.
Bei der Berufsfeuerwehr Potsdam sind 2 Fahrzeuge dieses Typs seit 1993 bzw. 1995 im Einsatz.
Sie sind in der Feuer- und Rettungswache Potsdam (Werner-Seelenbinder-Straße) und
in der Feuer- und Rettungswache Babelsberg (Kohlhasenbrücker Straße) stationiert.
Bilder und technische Daten des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs LF 24
Alarmfahrt des LF 24 bei winterlichen Straßen
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