Feuerwehr Potsdam       Neue Feuer- und Rettungswache

 


Baugrundvorbereitung zum Bau der Feuer- und Rettungswache Potsdam

Foto: Feuerwehr Potsdam copyright©2007



18. März 2005 Baugrundvorbereitung für den Bau der Potsdamer Hauptfeuer- und Rettungswache

Entsprechend des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung wird in den nächsten
Jahren in der Holzmarktstraße 6/7 (ehemaliges Straßenbahnhauptwerkstatt) die neue
Feuer- und Rettungswache der Berufsfeuerwehr Potsdam errichtet. Voraussetzung für
den Neubau waren der Abriss der Gebäude der ehemaligen Straßenbahnhauptwerkstatt und
die Baugrundvorbereitung.

Baugrundvorbereitung zum Bau der Feuer- und Rettungswache Potsdam Holzmarktstraße    Ehemalige Hauptwerkstatt der Straßenbahn

Das 1907 errichtete Gebäude wurde anfangs als Depot und Werkstatt genutzt.
1934 mit der Fertigstellung des zweiten Depots in der Heinrich-Mann-Allee wurde das
Gebäude in der Holzmarktstraße hauptsächlich für Wartungs- und Reparaturarbeiten genutzt
und avancierte zur Hauptwerkstatt der Straßenbahn.

In der Hauptwerkstatt wurde am 16.04.1975 der erste in Potsdam eingesetzte Tatrawagen,
der KT4D, vorgestellt. Noch 2001 wurde an gleicher Stelle dieser KT4D als Museumswagen rekonstruiert.

Mit dem Abriss wurde Anfang Februar 2005 begonnen. Bereits seit 2004 wird durch den
Kommunalen Immobilien Service (KIS) der Landeshauptstadt Potsdam als Bauherr,
den Wettbewerbssieger agn Paul Niederberghaus &Partner GmbH als Planer und den
Fachbereiche Feuerwehr als späteren Nutzer an der detaillierten Planung des Bauvorhabens
gearbeitet.

Das neuen Domizil ist nicht nur ein Ersatz für den Standort Werner-Seelenbinder-Straße 5.

Durch den Neubau erhält die Feuerwehr eine neue Hauptwache, in der neben der notwendigen
Funktionalität auch eine Aufgabenkonzentration möglich wird. So werden die technischen und
Räumlichen Voraussetzungen für die Berufsfeuerwehrleute auf ein heute übliches und notwendiges
Niveau gebracht. Neben einer modernen technischen Ausstattung und den optimierten
Arbeitsbedingungen wird vor allem der Arbeitsschutz entscheidend verbessert.

Darüber hinaus  wird hier auch eine Regionalleitstelle für mehrere Landkreise und
die Landeshauptstadt Potsdam entsprechend den Festlegungen aus dem Brand- und
Katastrophenschutzgesetz des Landes Brandenburg aus dem Jahr 2004 entstehen.

Baugrundvorbereitung zum Bau der Feuer- und Rettungswache Potsdam, E. Müller; B.Müller; W. Hülsebeck; J. Jacobs; Bernd Richter    Gelände der ehemalige Hauptwerkstatt der Straßenbahn

Stolz werden die Pläne für den Neubau gezeigt. Neben dem Chef der Feuerwehr,
Wolfgang Hülsebeck (rechts) und Frau Elona Müller (2.v.r.) freuen sich der 
Leiter des Kommunalen Immobilien Service (KIS) der Stadt Potsdam, Herr John  (2.v.l)
und Herr Oelke, als bauleitender Sachbebarbeiter von KIS.

Vom ehemaligen Straßenbahndepot ist schon nichts mehr zu sehen. 

Vor ein paar Jahren fand hier die Präsentation neuer Niederflur-Straßenbahnwagen statt.
Das war wohl das letzte Großereignis der Potsdamer Straßenbahn an diesem Ort,



1. Septemder 2005 Vororttermin an der zukünftigen Hauptfeuer- und Rettungswache

Die ursprünglichen Baupläne mussten noch einmal an die Potsdamer Gegebenheiten angepasst
werden, da die Sichtachse zwischen dem Flatowturm im Babelsberger Park und der Nikolaikirche
auf dem Alten Markt gestört war.

Schlauchtrockenturm und der Gebäudeteil der Leitstelle wurden niedriger gestaltet
und so waren alle zufireden.

Gelände der ehemalige Hauptwerkstatt der Straßenbahn

Am 1. September wurde mit den zwei Drehleitern die Höhenverhältnisse simuliert
(siehe Foto ganz oben) und für gut befunden.



1. November 2007 - Sensationeller Fund eines 4500 Jahre alten Grabes - Pötzi

In der Fläche für einen Regenwasserschacht in der Türkstraße,
der im Rahmen der Baumaßnahmen für die neue Feuerwache angelegt wird,
wurde in ca. 2 m Tiefe ein vermutlich ca. 4500 Jahre altes
Grab aus der frühen Bronzezeit freigelegt. Der in gehockter Stellung
bestattete Tote hat u.a. mindestens 8 Pfeilspitzen aus Feuerstein
in das Grab gelegt bekommen.

Seit etwa 6 Monaten laufen die archäologischen Ausgrabungen zur
Vorbereitung von umfangreichen Leitungsneuverlegungen in der
Türkstraße. Seit 1995 ist bekannt, dass in der Türkstraße Spuren
der Besiedlung am Havelufer von der Jungsteinzeit bis in das
Mittelalter in außergewöhnlicher Qualität erhalten sind. Aus
diesem Grund wurde parallel zu den Bauleistungen auch die
archäologische Untersuchung für die neuen Leitungstrassen
geplant und durchgeführt.



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