Die Feuerwache in der Hebbelstraße 1, früher Moltkestraße 1,
war das dritte Domizil der Berufsfeuerwehr in Potsdam.
Sie war seit dem 1. Oktober 1894 bis zum Umzug in die
Werner-Seeelenbinder-Starße (1964), also ganze 70 Jahre,
hier unter gebracht.
Der Krieg war vorbei. Große Teile Potsdams waren nach
dem Bombenangriff vom 14. April 1945 zerstört. So auch
das Gebäude der Feuerwache Potsdam in der Hebbelstr. 1.
Von den 40 Lösch- und Sonderfahrzeugen des
im Land Brandenburg stationierten Feuerwehrregimentes
waren im Juli 1945 nur noch 2 defekte Fahrzeuge übrig geblieben.
Somit waren Fahrzeuge so gut wie nicht mehr verfügbar.
Das Feuerwehrwesen begann in Potsdam mit einem Handwagen,
wenigen Schläuchen, einem Standrohr und einigen Strahlrohren,
die man aus den Trümmern geborgen hatte. Beim Aufbau dieser Löschtruppe
war auch der Vater von Achim Lindemann beteiligt,
dem bis 2001 dienstältesten aktiven Berufsfeuerwehrmann in Potsdam.
Den Kameraden der damaligen Berufsfeuerwehr stand ab 1946 ein offener
Lieferwagen zur Verfügung.
Ab 1948 wurden Feuerwehrfahrzeuge aus dem Gebiet der ehemaligen
sowjetischen Besatzungszone zusammengezogen und in wichtigen Städten,
so auch in Potsdam, stationiert.
Die Fahrzeuge stammten von der Feuerschutzpolizei. Sie präsentierten sich
noch lange Zeit in der typischen grünen Polizeifarbe.
Die Reparaturarbeiten an der stark beschädigten Feuerwache
in der Hebbelstraße 1 konnten 1949 abgeschlossen werden.
Das einst zweistöckige Gebäudewurde wurde nur teilweise wieder aufgebaut.
Es entstand ein eingeschossiger Komplex mit zwei Garagen.
Gemeinsam mit dem erhalten gebliebenem Eckgebäude, dem 1929 - 1932
vom Stadtarchitekten Reinhold Mohr
errichteten expressionistischen Gebäude der städtischen Stadtreinigung
und Müllabfuhr aus roten Klinkersteinen entstand so die neue
Feuerwache. In dieser Form ist das Gebäude, mit seinen langgestreckten
Fahrzeughallen, heute noch an der Ecke Gutenberg- / Hebbel- Straße
zu finden.
Innenhof der Feuerwache Potsdam Hebbelstraße 1 im Jahr 1949
Foto: Feuerwehr Potsdam
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